Hochbegabtes Kind

Fluch oder Segen?

 

Die meisten Menschen glauben, dass ein Kind dann hochbegabt ist, wenn es wie eine Rakete durchs Leben und vor allem durch die Schule geht.

 

Immer wieder sieht und hört man in den Medien von sogenannten „Wunderkindern“, die auf speziellen Gebieten unglaubliche Leistungen vollbringen. Diese Kinder können auf besondere Weise hochbegabt sein. Man spricht hier auch von einer Inselbegabung, die sich speziell auf ein Gebiet beschränkt. Aber häufig sind diese Leistungen auch antrainiert und oft von den ehrgeizigen Eltern fokussiert.

 

Eine Studie, die von Prof. Dr. D.H. Rost im Rahmen der Marburger Hochbegabtenstudie durchgeführt wurde, hat folgendes ergeben:

 

Man begleitete Schüler über einen längeren Zeitraum. Ging auch in die Schulklassen und ließ die Lehrer tippen, welche der Schüler ihrer Meinung nach hochbegabt sind. Die Lehrer suchten grundsätzlich die Schüler aus, die im Notendurchschnitt zwischen 1 und 2 lagen. Die darauf folgenden Tests ergaben, dass jedoch wenige der hochbegabten Kinder im 1 Bereich lagen. Der größte Teil von ihnen befand sich im 2 bis 3 Bereich oder sogar noch darunter.

 

Es gibt natürlich hochbegabte Kinder, die Hochleister sind, sich dem System anpassen und hervorragende Noten erbringen. Aber viele hochbegabte Kinder schwimmen nicht mit dem Strom. Im Gegenteil, sie schwimmen häufig eher dagegen.

 

Ursache ist das andere Denken und Betrachten. Sie nehmen vollkommen anders wahr und denken in anderen Strukturen, die nicht in die Norm und unsere starren Rahmen in Schule und Gesellschaft passen. Wenn diese Kinder dann in den Kindergarten oder in die Schule kommen, langweilen sie sich schnell, fühlen sich fehl am Platz und werden unruhig.

 

  • Zappelphilippe
  • Klassenclown
  • Tagträumer

 

Häufig lässt auch ihr Sozialverhalten zu wünschen über, da sie nur selten Sinnesgenossen finden, die ihre „Sprache“ sprechen und ihren Gedanken folgen können. Schnell werden sie zu Außenseitern. Die Noten sacken immer mehr in den Keller. Das von Natur aus angeborene Interesse am Lernen vergeht und sie schalten ab. Somit geraten sie immer tiefer in die Spirale ihres Schicksals, werden zurückgestuft, ja teilweise sogar auf die Förderschule verwiesen und das Unglück nimmt seinen Lauf.

 

Durch falsche Diagnostiken können sie in die Schublade der ADHS Kinder geraten und werden mit Amphetaminen (z.B. Ritalin, Medikinet etc.) therapiert. Schwere Depressionen, bis hin zum Suizidwunsch können die Folgen sein.

 

Ich möchte betonen, das nicht alle hochbegabten Kinder falsch diagnostiziert werden, oder dass alle ADHS Kinder hochbegabt sind. Mein Anliegen ist, kritisch mit den „Urteilen“ umzugehen und lieber mehrere Meinungen einzuholen, bevor man zu diesen sehr nachhaltigen Medikamenten greift.

 

Wenn diese kleinen Intelligenzbolzen oder Teeny Hypes die richtige Aufmerksamkeit bekommen und lernen, mit dieser Besonderheit und ihrer hohen Sinneswahrnehmung auf allen Ebenen umzugehen, können sie ihr Potenzial erkennen, entfalten und leben. Techniken, Verhaltentraining und die richtige Schule sind eine Voraussetzung dafür.

 

Gerne unterstütze ich Dein Kind dabei, seine Potenziale freizusetzen und die Familie, das außergewöhnlich Normale zu verstehen.

Auch bei der Schulwahl und bei Schulproblemen kann ich beratend zur Seite stehen.

 

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© Kirsten Kampmann-Aydogan

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