Bilderdenker

Da mir in meiner Praxis immer mehr Bilderdenker begegnen und doch viele Menschen mit dem Begriff nichts anfangen können, möchte ich hier etwas ausführlicher auf den Begriff eingehen und ein bisschen ausholen.

 

Jeder Mensch bringt von Geburt an eine dominantere Gehirnhälfte mit. Dabei ist die linke Gehirnhälfte bei Rechtshändern und die rechte Gehirnhälfte bei Linkshändern ausgeprägter.

 

Die linke Gehirnhälfte ist verantwortlich für die Sprache, das Lesen, sowie das logisch, mathematisch, analytische Denken. Die Menschen, bei denen die linke Gehirnhälfte dominiert, denken in Sprache und Begriffen.

Die rechte Gehirnhälfte ist verantwortlich für die Körper- und Bildersprache. Die Menschen, deren rechte Gehirnhälfte dominiert, sind sehr kreativ. Sie haben ausgeprägte Gefühle und Intuitionen. Sie denken in Bildern, Symbolen, Melodien, Gerüchen und/oder Farbe (Farbendenker: siehe auch Synästhetiker).
Somit benutzen Bilderdenker bevorzugt die rechte Gehirnhälfte. Sie sind zwar schneller und kreativer im Verarbeiten von Informationen, aber wenn nicht gleich ein Bild zu einem bestimmten Thema aus dem Gehirn abrufbar ist, geraten sie leicht in eine Stresssituation.

 

Um es noch besser zu verdeutlichen, möchte ich Dich bitten, das folgende, kleine Experiment mitzumachen.

 

Stelle Dir bitte einen Elefant von vorne vor. Wenn Du dieses Bild mit Hilfe Deiner Vorstellungskraft hast, gehe in Gedanken um den Elefanten herum. Schaue ihn Dir bitte von allen Seiten an.
Bilderdenken ist ein dreidimensionales Denken. Bilderdenker müssen nicht erst in ihrer Fantasie um den Elefanten herum laufen. Sie können sich alle Objekte, die sie aus einer Perspektive gesehen haben vorstellen und müssen nicht erst körperlich drum herum laufen.

 

Erkennst Du nun die ungeahnten Möglichkeiten des Bilderdenkens?

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© Kirsten Kampmann-Aydogan

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