ADS und ADHS

Mythos oder Realität?

 

Selbst betroffen, als Mutter eines falsch diagnostizierten Kindes, liegt mir sehr viel an diesem Thema und ich hielt es für unumgänglich, ihm eine eigene Rubrik zu geben.

 

Es ist mir bewusst, dass ich mich hiermit sehr weit aus dem Fenster lehne und dass es sicher Neurologen, Psychiater, sowie klassische Psychotherapeuten gibt, denen beim Lesen dieser Seite die Haare zu berge stehen. Aber ich möchte es bewusst herausfordern, das Thema ADS (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom) und ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom) sehr sensibel und kritisch zu beäugen. Vor allem, weil es um unser wertvollstes Gut, unsere Kinder und Zukunftsträger, geht!

 

Sicher ist das Thema der verhaltensauffälligen, *anderen* Kinder und Persönlichkeiten nicht neu, aber die Begrifflich- keit und die schnelle Verschreibung von Amphetaminen, jeglicher Art, ist ein Zeitzeichen.

 

Beispiele aus der Geschichte

  • 1843 beschreibt Heinrich Hoffmann, Neurologe seiner Zeit, in der Geschichte des Zappelphilipps auffälliges Verhalten.
  • 1901 Sigmund Freud - Zitat:
    „Es gibt Menschen, die man als allgemein vergesslich bezeichnet und darum in ähnlicher Weise als entschuldigt gelten lässt wie etwa den Kurzsichtigen, wenn er auf der Straße nicht grüßt. Diese Personen vergessen alle kleine Versprechungen, die sie gegeben, lassen alle Aufträge unausgeführt, die sie empfangen haben, erweisen sich also in kleinen Dingen als unverlässlich und erheben dabei die Forderung, dass man ihnen diese kleineren Verstöße nicht übel nehmen, d. h. nicht durch ihren Charakter erklären, sondern auf organische Eigentümlichkeit zurückführen solle.“
  • 1908 Adalbert Czerny – Pädiater (Arzt für Kinder- und Jugendmedizin) schiebt es der Erziehung zu und spricht von einem Erziehungsdefizite der Eltern!

 

Heutzutage wird in null Komma nichts einem Kind, dass sich *anders* verhält als seine Alters- genossen, die vereinfachende Diagnose ADS/ADHS erteilt. Ich habe manchmal den Eindruck, dass es für die Eltern wie eine Erleichterung erscheint, wenn sie sagen können: „Ja, nun haben wir den Grund, es ist ADS!“

 

Schublade auf, Kind rein, Schulblade wieder zu. "Jetzt geht es uns besser!"

 

Ich möchte zu bedenken geben, dass es bei ADS/ADHS lediglich Verhaltensdiagnostiken durch Verhaltens-, sowie Reaktionstests gibt. Man kann nicht über das Messen der Gehirnströme, oder gar durch eine Blutanalyse erkennen, ob es wirklich ein Ungleichgewicht bei den Neurotransmitter gibt. Also es wird „lediglich“ das Verhalten des Kindes getestet. Viele Verhaltensmuster, die auf einer ADS/ADHS Diagnose basieren, sind aber auch bei hochbegabten und hochsensiblen Kindern zu finden.

 

Ferner frage ich mich:

  • Woran mag es liegen, dass dieser ADS-Boom verstärkt in USA und Deutschland zu finden ist? Zum Beispiel bei den asiatischen Völkern, aber auch bei vielen europäischen Völkern, gibt es kein Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom oder Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom!
  • Warum wird gerade hier und in den USA so viel Ritalin verschrieben? Und die Statistik ist steigend!

 

Für mich ist das ganze ein gesellschaftliches Problem. Man möchte nicht auffallen, nur mit dem Strom schwimmen. Die Kinder müssen und sollen sich der „Norm“ anpassen! Aber wer bestimmt, was die Norm ist? Warum fällt es unserer Gesellschaft immer noch so schwer, Besonderheiten schätzen zu lernen und zu fördern, statt sie im Keim zu ersticken?

 

Ich möchte an Euch, die Eltern, appellieren wachsamer zu sein und auch vermeidliche Kompetenzen zu hinterfragen. Euch ermutigen alternative Wege zu beschreiten und Vertrauen in Eure Kinder zusetzten. Erstickt nicht die Außergewöhnlichkeit mit Dopingmitteln im Kein, sondern gebt Euren Kindern Zeit und Raum zur Entfaltung ihrer Persönlichkeit.

 

Ich danke Euch, dass Ihr meinem Anliegen Aufmerksamkeit geschenkt habt und würde mich freuen, wenn ich dadurch zum Nachdenken anregen konnte.

 

Von Herzen

Kirsten Kampmann-Aydogan

 

Bildungs-Jungle des 21. Jahrhunderts

Der Film „Alphabet“, der derzeit in unseren Kinos läuft, dokumentiert wunderbar das, was wir im 21. Jahrhundert in unserem Bildungssystem

vorfinden.

 

Passend zum Film „Alphabet“ ein Clip aus der Bundeszentrale für politische Bildung:

 

„Bildung völlig neu denken!“

 

Ein großartiger Vortrag über die Entwicklung und Konsequenzen unseres Bildungssystems als 12-minütige englischsprachige Zeichenanimation!

 

 

Nehme Dir für 12 Minuten Zeit diesen sehr guten Beitrag anzuschauen.

Er bringt ein völlig neues Licht in unseren Bildung-Jungle, aus der „Urzeit“!

 

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